Woraus sich die Stromkosten eines Unternehmens zusammensetzen
Eine Gewerbe-Stromrechnung besteht aus mehreren Bausteinen. Nur ein Teil davon ist der eigentliche Strompreis Ihres Lieferanten – der Rest sind Netzkosten, Umlagen und Steuern. Gerade bei Netzentgelten und Leistungspreis liegt oft das größte, ungenutzte Potenzial.
10 Hebel zur Stromkostenoptimierung
- 01Lastspitzen senkenDie höchste Viertelstunde im Jahr bestimmt den Leistungspreis. Gestaffeltes Anfahren oder Lastmanagement wirkt oft sofort. Mehr zur Lastganganalyse
- 02Grundlast reduzierenDruckluftleckagen, Lüftung, Kühlung und Standby laufen rund um die Uhr. Der Lastgang macht sichtbar, was nachts wirklich läuft.
- 03Passenden Stromtarif wählenFixpreis, Spot oder Tranche – das richtige Modell hängt von Ihrem Lastprofil ab. Mehr zur Stromtarif-Beratung
- 04Fristen im Blick behaltenVerpasste Kündigungsfristen verlängern oft ungünstige Verträge. Rechtzeitig Angebote einholen.
- 05Verbrauch verschiebenMit stark schwankenden Börsenpreisen lohnt es sich, flexible Verbraucher in günstige Stunden zu legen.
- 06Sonderformen der Netzentgelte prüfenJe nach Verbrauchsverhalten kommen besondere Netzentgelte in Frage. Ob Ihr Betrieb die Voraussetzungen erfüllt, zeigt der Lastgang.
- 07Entlastungen bei Steuern und Abgaben nutzenFür bestimmte Unternehmen gibt es Entlastungen, etwa bei der Stromsteuer. Viele Betriebe beantragen sie nicht.
- 08Strom selbst erzeugenEigener PV-Strom ersetzt teuren Netzbezug – je höher der Eigenverbrauch, desto besser. Wirtschaftlichkeit PV & Speicher
- 09Batteriespeicher gezielt einsetzenEin Speicher kann Lastspitzen kappen, PV-Strom puffern und günstige Strompreiszeiten nutzen – seit MiSpeL auch mit Netzstrom.
- 10Rechnungen prüfen und auf neue Netzentgelte vorbereitenAbrechnungsfehler kommen vor. Und mit der Reform AgNes ändern sich die Netzentgelte – wer sein Lastprofil kennt, ist vorbereitet.
Wo anfangen? Mit den Daten.
Stromkostenoptimierung beginnt nicht mit einer Investition, sondern mit einem Blick auf Rechnungen, Vertrag und Lastgang. Erst dann wird klar, welche Hebel bei Ihnen wirken – und in welcher Reihenfolge. Häufig lassen sich die ersten Einsparungen ganz ohne Investition umsetzen.
Genau das übernehmen wir als Ihre externe Energieabteilung: Wir werten Ihre Daten aus, priorisieren die Maßnahmen und begleiten die Umsetzung – laufend oder als einzelnes Projekt.
Häufige Fragen
Wie kann ein Unternehmen seine Stromkosten senken?
Die wichtigsten Hebel sind Lastspitzen und Grundlast senken, den passenden Stromtarif wählen, Verbrauch in günstige Zeiten verschieben, Entlastungen bei Steuern und Abgaben nutzen sowie Eigenerzeugung und Speicher prüfen.
Welche Unterlagen braucht man für eine Stromkostenanalyse?
Die Stromrechnungen der letzten ein bis zwei Jahre, den aktuellen Liefervertrag und – bei RLM-Messung – den Lastgang vom Netzbetreiber.
Lohnt sich Stromkostenoptimierung auch für kleinere Betriebe?
Ja. Gerade dort kümmert sich oft niemand systematisch um Energie. Vertragscheck, Grundlast und Verbrauchszeiten bieten auch ohne Investition häufig Potenzial.